Details und Erläuterungen

Vermessung und Bau der ägyptischen Pyramiden - von Eckart Unterberger

Details

Rampen oder keine Rampen?

Backing Stones  - © Eckart Unterberger

Die Bearbeitung der backing stones geschah erst, als die darüberliegende Schicht von backing stones bereits verlegt war!

Wie man heute noch sehr gut sieht, folgt die Linie, der Bereich der Bearbeitung, genau dem Rand der darüberliegenden Steine.


Die Steinverlegung begann daher in der Mitte der Plattform. Die Oberflächen der darunterliegenden Schicht waren noch nicht geglättet. Das Plateau präsentiert sich als recht unebene Fläche. Steinreihe um Steinreihe wird jetzt verlegt. Als man bei der vorletzten Reihe angekommen war, etwa 1 – 2 m von der Pyramidenkante entfernt, begannen die Steinmetze die darunterliegende Schicht zu bearbeiten. Sie glätteten sowohl die Oberseite der Verkleidungssteine als auch jene der backing stones und zwar genau bis dorthin, wo die nächsthöhere Schicht von backing stones begann. Auf diesen

sorgfältig vorbereiteten Untergrund wurden die Verkleidungssteine verlegt.


Sehr deutlich sieht man das auch auf der Spitze der Cheopspyramide. Dort fehlen die oberen Lagen und wir sehen ins „Innere“ d er Pyramide. Auf dem durch die Entfernung der Steinblöcke entstandenen etwa 10 m im Quadrat großen Plateau sind deutlich die Bearbeitungsspuren an der unteren – jetzt freiliegenden - Schicht zu sehen. Sie folgen einem unregelmäßigen Muster, das eindeutig auf eine Bearbeitung schließen lässt, die durchgeführt wurde, als die darüberliegende Schicht bereits verlegt war.


Die Oberseite konnte zeitgleich simultan über die ganze Länge bearbeitet werden. Dadurch konnte zur gleichen Zeit eine große Anzahl von Steinmetzen eingesetzt werden. Der Zeitaufwand wird so auf ein Minimum reduziert. Das bedeutet, dass die Verkleidungssteine erst zum Schluss verlegt wurden.


Es steht daher fest, dass die einzelnen Schichten der Pyramiden von innen nach außen verlegt wurden.


Das ist aber mit jeder der bisher vorgeschlagenen Methoden nicht möglich, da bei jeder dieser Methoden die Steine an nur einem oder mehreren Punkten die Plattform erreichen und von dort aus verteilt werden. Dann müsste mit dem Verlegen der Steine außen begonnen werden, was eben so nicht gemacht wurde.


Die Steine wurden, wie ich nachgewiesen habe, konzentrisch von innen nach außen verlegt. Das bedeutet, dass sämtliche Pyramidenbautheorien, die die Steine über Rampen oder Schrägaufzüge hinaufbefördern, schlicht und einfach falsch sind. Dass auch

sämtliche Hebelmethoden scheitern, wurde schon hinreichend diskutiert.

Backing Stones - die Kronzeugen

© 2009 Eckart Unterberger